Veränderungen im schulischen und ausserschulischem Zusammenspiel der Kräfte werden in Zukunft ein wichtiger Bestandteil für Innovation und Aktualität in der Bildung werden. Der Lehrplan 21 vermittelt neu Kompetenzen indirekt, fächerübergreifend durch das hinzugekommene Modul Medien & Informatik. Um diese Kompetenzen vermittelbar zu machen, bedarf es zuerst entsprechend ausgebildeter Lehrpersonen. Die Pädagogischen Hochschulen bieten diese Möglichkeiten an, jedoch nur mit begrenzten Ressourcen. Es fehlt an Zeit und Raum in der Schule. Regional und überregional wird Neues Wissen entwickelt, geprüft und implementiert. Die Schule kann auf geprüfte Lerninhalte greifen, die die ausserschulischen Lernorte entwickeln.
MINT im Unterricht
Lehrkräfte sollten in der ersten und zweiten Ausbildungsphase so entlastet werden, dass sie den Umgang mit digitalen Medien nicht als Herausforderung erleben, sondern als selbstverständlichen Teil der Lebenswelt und damit auch der Schule. Der Lektionenpool an erprobten, Lehrplan21 bezogenen und zum Teil pädagogisch begleiteten Material helfen beim Einstieg und Wissen zu vertiefen. Die digitalen Lernmöglichkeiten und Abfragewerkzeuge unterstützen die Lehrpersonen um sich vom Frontmensch zu einem Lernbegleiter zu entwickeln.
Lehrplan 21
Der Lehrplan21 ist umstritten und genial zugleich. Durch das Einbringen von Medien und Informatik als Fach und Nachhaltige Entwicklung als fächerübergreifendes Thema kommt Bewegung in die Schule: Das Modul Medien und Informatik im Lehrplan 21 beinhaltet die drei Bereiche Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen. Die Kompetenzen in Medien und Informatik erwerben die Schülerinnen und Schüler neu in speziell dafür bestimmten Lektionen. Die Anwendungskompetenzen werden in den Fachbereichen integriert unterrichtet. Im Zürcher Lehrplan 21 z.B. wurden die folgenden sieben fächerübergreifenden Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung aufgenommen: Politik, Demokratie und Menschenrechte. Natürliche Umwelt und Ressourcen. Geschlechter und Gleichstellung. MINTware verbindet Veranstaltungen, Lektionen und Lehrmittel mit dem Lehrplan21, sodass Lehrpersonen die Aufnahme in das eigene Lehrportfolio leichter gemacht wird.
Autodidaktik
Der meiste und wichtigste Lehrer ist jeder sich selber. Selbstgesteuertes lebenslanges Lernen will gelernt sein. Darum gleich heute damit anfangen und eintauchen in die am besten intrisisch gesteuerte Motivation Neues an sich heranlassen. Kochen mag man, doch wie fängt man am besten an. Zuerst mal in der Gruppe von Anfang an starten oder lieber alleine ohne Zwischenrufe sich der Sache annehmen. Die Persönlichkeiten sind so verschieden, dass nur das Individuum zu lernen weiss was für sich das Beste ist.
neue Wege zum selben Ziel
Neue Lernformen wie das flipped Classroom erbringen ganz neue Entlastungen und Interaktion im Unterricht. Der Lerncoach, früher mal Lehrperson genannt, vermittelt das Lernen in Gruppen und jedem Einzelnen. Die neuen technischen Mitteln und pädagogischen Ausrichtungen erlauben ganz neue Lernformen. Ein Knackpunkt wird sein, ob das Eingeständnis von Rollenveränderungen im Klassenzimmer bei den Pädagogen stattfindet.
ewiges Lernen oder PingPong
Auch schon immer wieder in der Fachwelt gepriesen, wird ewiges lernen etabliert. Die Entwicklungen wird noch mehr beschäftigen, doch sind die zur Zeit bestehenden Ressourcen der Schulen beschränkt. Ausserschulische Lernorte haben den grossen Vorteil, dass sie in einem freieren experimentelleren Raum Neues entdecken und entwickeln können. Die Chance eines Zusammenspiels der Schulen und der ausserschulischen Lernorte wird sich vergrössern. Dieses Wissenzuspiel kann für beide Seiten befruchtend werden. Pädagogische Hochschulen bringen sich ein mit Erforschung der Berührungspunkte. Die ausschulischen Lernorte haben somit die Möglichkeit sich zu professionalisieren. Schulen profitieren vom Knowhow und Begleitung von Fachpersonen.
Lehrmittelversorgung
Wo gibt es den das Produkt zu kaufen ? Nicht schöneres als gleich ein Lehrmittel besorgen können nach einer Schulstunde. Die neuesten Produkte sind aber nicht immer auf dem Schweizer Markt sofort zu bekommen. Obligatorische Lehrmittel dienen der Koordination zwischen den Schulstufen. Der Bildungsrat kann nach für die verschiedenen Schulstufen Lehrmittel als obligatorisch erklären. Die Lehrpersonen sind verpflichtet, diese unterrichtsleitend einzusetzen. Natur und Technik ist z.B. solch ein Pflichtlehrmittel. Technische Lehrmittel ändern sich rasant in neuester Zeit, insbesondere werden sie erschwinglicher. Somit gleich nochmals die Frage, wo gibt es das Produkt zu kaufen ? Wenige Klicks beantworten die Frage schnell.
Gibst du einem Mann einen Fisch, nährt er sich einmal. Lehrst du ihn das Fischen, nährt er sich sein ganzes Leben.
Dschuang Dsi (350 - etwa 275 v. Chr.)



